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3 Wochen durch Nordindien

Da das Taj Mahal bei meiner Reise natürlich Priorität hatte und dieses Nahe Delhi liegt, habe ich mich für eine Rundreise durch Nordindien entschieden.

Indien ist circa 9-mal so groß wie Deutschland und bevor man seine Reise antritt, sollte man sich bereits einen Überblick verschaffen wo man denn gerne hinreisen möchte. Denn um ganz Indien zu bereisen, reichen 3 Wochen definitiv nicht! Und damit man nicht zu viel Zeit im Auto, Bus oder Zug verbringt, hilft eine kleine Reiseroute.

Tag 1: Ankunft in Delhi

Je nachdem um wie viel Uhr ihr in Delhi ankommt, würde ich euch gleich eine Weiterfahrt nach Manali empfehlen und am Ende der Reise lieber noch ein paar Tage in Delhi bleiben und die Zeit für Sightseeing und vieeeeeel Shopping nutzen!

Die Fahrt mit dem Bus nach Manali dauert circa 18 Stunden und kostet 8 Euro. Ich habe mein Ticket am Main Bazar in Delhi bei Charlie Tour & Travels gebucht (Abfahrt war circa 17.00 Uhr)

 

Tag 2 – 4: Manali

Im September ist es in Manali relativ frisch, da es auf 2000 Höhenmeter liegt. Manali ist ein eher touristischer Ort, bietet sich aber für Entspannung an. Es wird Yoga, Meditation und Massagen angeboten.

Hotel: Tiger Eye Guest House

Das Hotel liegt ein weni abseits der Straße in einer sehr ruhigen Gasse. Die Zimmer sind sauber und man hat einen tollen Ausblick von den Zimmern.

Sehenswürdigkeiten:

Ich hab in Manali eher die Ruhe genossen und erst einmal die Füße hochgelegt, ein paar Wanderugen durch das Himalaya Gebirge gemacht und einen Wasserfall besichtigt. Für Infos bzgl. Wanderungen sind die Einheimischen die besten Ansprechpartner.

P.S. für die Abenteuerlustigen unter uns: In Manali beginnt der Rohtang Pass. Diese Straße ist die höchste befahrbare Straße der Welt. Man kann sich also in Manali ein Motorrad ausleihen und den Pass abfahren!

Aussicht auf das Himalaya Gebirge

 

Tag 5 – 7 : Rishikesh

Rishikesh gilt als das Yogazentrum in Indien! Die Stadt liegt am Fluss Ganges und ist voll mit diversen Yoga Schulen. Auf der östlichen Seite des Flusses ist es ebenso ruhiger als auf der westlichen.

Hotel: Live Free Hostel

Das Hostel liegt zwar auf der östlichen Seite des Ganges, ist aber sehr nah am Fluss und  deshalb kann man auch zu Fuß auf die andere Seite gehen. Die Zimmer sind einfach und sauber. Der Hostelbesitzer war enorm hilfsbereit beim Buchen von meinem Zugticket und hat (als einziger in Indien) keine Extragebühren berechnet.

Sehenswürdigkeiten: Rishikesh Yog Dham Yoga School 

Ich habe selbst noch nicht all zuviele Yogastunden genommen bis auf ein paar in Thailand, Malaysia und Indonesien, aber sowohl für Fanatiker als auch Neulinge ist Indien das perfekte Land um Yogaerfahrungen zu sammeln. Die Yog Dham Yoga School bietet verschiedene Klassen an und ich fande es sehr entspannend dort.

Tipp: Auch in Yogaschulen darf gehandelt werden 😉

 

Tag 8 – 10: Agra

Von Rishikesh nach Hadiwar bin ich für 600 Rupie mit dem Taxi gefahren und von dort aus mit dem Zug für 1100 Rupie nach Agra. Und hier konnte ich bereits das zweite Weltwunder bewundern! Wenn du mehr über das Taj Mahal erfahren willst, habe ich hierzu einen extra Artikel geschrieben.

Hotel: Max Guest House

Max Guest House befindet sich circa 1 km vom Taj Mahal entfernt und ist gut zu Fuß erreichbar. Der Besitzer Max ist auch total hilfsbereit und steht 24 Stunden zu Verfügung. Das Guest House hat nur 3 Zimmer und wird von ihm und seiner Mutter geführt. Seine Mutter macht übrigens köstliches Frühstück!

Sehenswürdigkeiten:

Wer in Agra ist, MUSS natürlich einen Abstecher beim Taj Mahal machen (Hier gehts zu den Infos rund um’s Taj Mahal).

Das Rote Fort in Agra finde ich persönlich schöner als das in Delhi! Das Rote Fort ist eine Festungs- und Palastanlage aus der Epoche der Mogulkaiser und diente im 16. und 17. Jahrhundert mit Unterbrechungen als Residenz der Moguln.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Agra: Itimad-ud-Daula-Mausoleum und Akbar-Mausoleum

 

Tag 11 – 12 : Jaipur

Mein Hotel in Jaipur ist nicht weiter zu empfehlen! Die Mitarbeiter waren nicht wirklich nett, das Hotel war weit weg vom Stadtzentrum und in der Früh war ein unausstehlicher Lärm! Deshalb habe ich mir auch nicht den Namen aufgeschrieben (Hier ist nur Platz für die Guten Sachen 😉

Sehenswürdigkeiten:

Das Fort Amber liegt circa 10 Kilometer außerhalb von Jaipur und auf einem Berg. Deshalb empfiehlt es sich nicht in der Mittagsssonne hochzulaufen, da das ganz schön anstrengend werden kann! Angeblich kann man Elefanten mieten, um hochzureiten. Ich habe keine gesehen und finde das auch nicht sehr tierfreundlich! Das Fort Amber ist eine mächtige Palastanlage und die schönste, die ich auf meiner Indienreise besichtigt habe! Von oben hat man einen schöne Aussicht auf die Berge und auf den darunter liegenden See.

Amber Fort

Hawa Mahal ist ein außergewöhnliches Bauwerk in der Altstadt von Jaipur, Rajasthan. Es ist ein Teil des riesigen Stadtpalasts und ist auch bekannt als der “Palast der Winde”.  Von dort aus kann man durch die Pink-City schlendern und einen Abstecher beim Jantar Mantar machen.

Palast der Winder in Jaipur

 

Tag 13 – 15: Udaipur

Udaipur ist definitv eine meiner Lieblingsstädte in Indien! Ich habe mir ein etwas nobleres Hotel am See Pichola gegönnt und hatte deshalb eine tolle Aussicht auf den Palast!

Hotel:

Das Hotel Sarovar liegt auf der kleinen Insel in Udaipur und von dem Zimmer hat man einen super Blick auf den Palast. Das Hotel hat eine Dachterasse, auf der man abends essen kann!

Sehenswürdigkeiten:

In Udaipur fande ich die Verkäufer der Shops gar nicht aufdringlich. Ich verbrachte viel Zeit in den kleinen Shops, unter anderem auch in einen Musikshop, in der ich mir die Singschale gekauft habe!

Der City Palace liegt am See Pichola und ist ziemlich lange! Leider hat mich dieser nicht wirklich vom Hocker gehauen! 😀

Im Restaurant Bridge Corner hat man eine tolle Aussicht (siehe Foto) über die Stadt und das Essen schmeckt richtig lecker!

Die Aussicht vom Bridge Corner

 

Tag 15 – 17: Mount Abu

Damit meine Rundreise nicht ein Städtetrip wird, habe ich mich entschieden ein paar Tage in den Bergen zu verbringen. Von Udaipur sind es nur ein paar Stunden zum Mount Abu mit dem Bus. In den drei Tagen habe ich NUR Touristen aus Indien gesehen. Ein Junge meinte, dass Mount Abu die Nummer 1 der Reiseorte für Inder ist. Abgesehen davon, dass ich hier wohl so viele Fotos wie an keinem Ort sonst machen musste, ist Mount Abu ein schöner Fleck!

Hotel: Shri Ganesh Hotel

Das Hotel ist eins der günstigen in Mount Abu und deshalb darf man auch nicht zu viele Erwartungen haben! Der Besitzer war nicht wirklich freundlich und die Zimmer ohne Fenster und ohne Klimanlage. Zum schlafen hat es gereicht!

Sehenswürdigkeiten:

Ein absolutes Must-Do für jeden der nach Mount Abu fährt: Eine Wanderung mit Harsh Dana (Hiking & Trekking Company) Bitte auf gar keinen Fall alleine eine Wanderung starten, da es gut möglich ist, dass ein Bär oder Leopard den Weg kreuzt! Ich habe mich für die Halbtagestour entschieden und Harsh hat mich in der Früh mit seinem Roller abgeholt. Er weiß sehr viel über Flora und Fauna in Indien und zeigt dir die besten Aussichtspunkte! Die Wanderung kostet pro Person circa 12 Euro und ist jeden Penny wert!

Wanderung in Mount Abu

Den Sunset Point in Mount Abu kann man zu Fuß in circa 15 Minuten vom Stadtzentrum erreichen. Dort gibt es verschiedene Aussichtsplattformen, wo man den Sonnenuntergang anschauen kann. Wer gerne alleine und in Ruhe diesen genießen möchte, ist hier definitiv Fehl am Platz. Als ich dort war, waren zugleich mind. 300 weitere indische Touristen dort. Ich fand es nicht störend und konnte trotzdem den Sonnenuntergang genießen.

 

Tag 17 – 19: Jaisalmer

Jaisalmer stand ganz, ganz weit oben auf meiner Wunsch-Stadt-Auswahl-Liste. Jaisalmer ist die westlichste Stadt in Indien und inmitten der zweitgrößten Wüste der Welt: Die THAR-WÜSTE.

Hotel: Crazy Camel Guest House

Es gibt einige preiswerte Hotels im Jaisalmer Fort, das im Herzen der Stadt liegt. Ich habe mich jedoch für das Crazy Camel Guest House entschieden, das circa 5 Minuten vom Fort entfernt liegt. Das Guest House hat eine tolle, kunterbunte Dachterasse und der Hotelbesitzer war eine unbezahlbare Hilfe beim Ticket buchen zurück nach Delhi!

Sehenswürdigkeiten:

Wer sich noch nicht satt gesehen hat von Forts, kann das Jaisalmer auch noch auf seiner Fort-Liste schreiben. Ansonsten ist Jaisalmer für diverse Safaris bekannt und ich war schon ganz heiß darauf in die Wüste zu fahren.

Ich habe mich bereits im Vorhinein auf Tripadivsor über verschiedene Anbieter informiert und letztendlich für Sahara Travels Jaisalmer entschieden und diese Entscheidung war goldwert! Klar habe ich keinen Vergleich mit anderen Safari Agenturen, aber ich kann mir schwer vorstellen, dass dieses Abenteuer noch zu toppen ist! 😉

Sahara Travels bietet verschiedene Touren abseits vom Touristenstrom an. Ich habe mich für die Tour von 15:00 Uhr bis nächsten Tag circa 11:00 entschieden. Die Tour beinhaltet 4 Stunden Kamelreiten, Abendessen, Frühstück und den Guide. Pro Person hat es circa 17 Euro gekostet.

Wir sind also um 15:00 mit dem Jeep losgefahren und haben bei einer Ruinenstadt, einem See und einem Wüstendorf angehalten. Danach ging es weiter abseits der Zivilisation. Nach circa einer Stunde Fahrt sind wir bei unseren Kamelen angekommen und von dort aus 2 Stunden zu den Sanddünen geritten. Wir waren insgesamt 2 Touristen und 2 Guides. Einer der Männer hat für uns gekocht, und der andere war ein sogenannter “Kamelreiter”. Nachdem wir gemeinsam das Abendessen zubereitet haben, konnten wir den Sonnenuntergang genießen und anschließend unter freiem Sternenhimmel auf den Sanddünen Indiens schlafen! Das war definitv eine einmalige Erfahrung. Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück zurück nach Jaisalmer.

 

Achtung: Bei den Safaritouren ist Vorsicht geboten. Viele Anbieter haben nur 10 Minuten außerhalb von Jaisalmer Zelte aufgebaut und diese liegen direkt neben der Straße. Deshalb kann ich euch Sahara Travels wärmstens ans Herz liegen!

 

Tag 20 – 21: Neu Delhi

Meine Reise in Indien neigt sich dem Ende zu und die letzten paar Tage in Neu Delhi habe ich für’s Shoppen genutzt.

Hotel: Hostel Hindustan @ Backpackers Heaven

Das Hostel liegt zentral am Main Bazar und nur 10 Minuten von der UBahn Station entfernt. Es gibt sowohl Schlafräume als auch Privatzimmer. Das Frühstück ist sehr lecker und im Preis mitinbegriffen!

Sehenswürdigkeiten:

Das Rote Fort in Delhi hat mir nicht so gut gefallen wie das in Agra. An dem Tag, an dem ich mein Sighseeing in Delhi machen wollte, war leider Feiertag. Beim Lotustempel stand eine Schlange Menschen über 2 Kilometer und bei 35° Celsius wollte ich mich auf gar keinen Fall anstellen. Also wollte ich zur Moschee Jama Masjid, doch dort war der gleiche Ansturm von Touristen. Deshalb kann ich nicht viel über den Lotustempel und die Mosche Jama Masjid berichten.

Dafür war ich in Delhi im schönsten Hindutempel, den ich bis jetzt geshen habe: Akshardham (Delhi).  Am besten fährt man Abends zu dem Tempel, da um 19.00 Uhr eine Lichter- und Wasssershow statt findet, die auf jedenfall sehenswert ist! Schade ist, dass man keine Kamera mit in den Tempel nehmen darf.

Einkaufen:

In Delhi gibt es diverse Märke für verschiedene Angelegenheite: Schulbücher, Frauenkleidung, Schuhe, Accessories, etc. Der Chandni Chowk ist der größte Markt in Delhi und ist nach Genres gegliedert. Hier kaufen vor allem viele Einheimische ein – ich bin leider nicht wirklich fündig geworden!

Im Janpath Market habe ich mich neu und bunt eingekleidet! Dort gibt es auch viel Schmuck, Taschen, und Mitbringesel. Die Preise sind billiger wie am Main Bazar und auch wenn an jedem Laden “Fixed Price” steht, kann man mit den Verkäufern immer noch verhandeln.

Taschen am Janpath Market

Wer nicht so viel Zeit für das Shoppen investieren will, wird am Main Bazar in Neu Delhi auch fündig. Hier muss man jedoch rapiat mit den Verkäufern handeln!

 

Transport

Zug: Ich hatte selbst Probleme von A nach B zu kommen. Anders wie in Südostasien, in der USA oder auch in Australien muss man in Indien PLANEN. Die Zugtickets sind teilweise schon Tage zu vor vergriffen und man bekommt nur noch vereinzelt überteuerte “Tatkal”-Tickets. Am besten bucht man das Ticket immer schon 3-4 Tage zuvor, damit man nicht zu viel Zeit verliert. Investiert auch ein paar Euro mehr in den Ticket und entscheidet euch für die Klasse “2nd Tier A/C” oder “3rd Tier A/C”.

Bus: Sofern ihr euch für Busfahrten entscheidet, empfehle ich die App oder Internetseite Red Bus. Damit kann man problemlos einen Platz im Bus aussuchen und online bezahlen.

Chaffeur: Viele Touristen entscheiden sich für einen “Private Driver”, der für die komplette Reise zur Verfügung steht und euch von Stadt zu Stadt fährt. Die Route könnt ihr euch selbst aussuchen und individuell gestalten. Ein Chaffeur ist wahrscheinlich die bequemste Variante, aber dafür auch die teuerste. Außerdem bekommt man weniger von indischen Leben mit! Also Rucksack packen, Flugticket kaufen und ab ins indische Abenteuer!!

Zugfahren in Indien

 

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