Tipps und Tricks

Reisen durch 30 Länder – Zeit für einen Rückblick!

“WO SOLL ICH ANFANGEN?” Meine Lieblings-Einstiegs-Frage für meine Blogeinträge. Aber dieses Mal passt es wohl am Besten, weil ich wirklich keinen Peil habe, wo ich anfangen soll. Vielleicht bei all den Wochenendtrips durch Europa, mit dem australischen Outback oder doch mit meiner Weltreise 2014? Mexiko ist das dreißigste Land, das ich bereist habe und deshalb ist es Zeit für einen Rückblick! Zeit um sich an die schönsten Momente zu erinnern.

30 Länder hört sich einerseits so mächtig an und doch ist es gerade Mal ein Sechstel. Ich hab also noch einiges vor mir!

>> Wie mich das Reisen verändert hat <<

Es gibt kein schwarz oder weiß mehr, kein richtig oder falsch, kein rechts und kein links mehr. Durch das Reisen habe ich so viele verschiedene Menschen mit so unterschiedlichen Meinungen kennen gelernt, die mich zum Nachdenken verleitet haben. Wenn man nicht reist, ist es vielleicht schwieriger Vergleiche zu schaffen. Deshalb sind die Leute in Deutschland auch oft unzufrieden mit ihrem Lebensstandard. Und wie kann man es Ihnen verübeln, wenn sie nie etwas anderes gesehen haben? Nachdem ich aber Länder bereist habe in denen Frauen wenig Rechte haben, Straßenkinder zur Normalität geworden sind und Drogenkartelle die Oberhand im Land besitzen, weiß ich wie verdammt gut wir es zuhause haben! Zu Festlichkeiten wünscht man sich immer Gesundheit, Glück und Frieden – aber hat sich das schon mal jemand auf der Zunge zergehen lassen, was das eigentlich heißt? Von Tag zu Tag weg von Zuhause wird mir das immer mehr bewusst.

Reisen hat mich gelehrt die wirklichen Probleme von Luxusprobleme zu trennen. Wenn ich nur zurück denke an meine Schulzeit, als der Bus 5 Minuten zu spät kam und es für mich die größte Katastrophe war. Mittlerweile warte ich gelassen ein paar Stunden auf dem Bus. Ein gutes Buch, Kaffee und Countrymusik und die Zeit vergeht im Nu! Ich bin mit der Zeit so gelassen geworden, dass mich zuhause so schnell nichts mehr aus der Bahn schmeißt.

Und zu guter Letzt und wohl das Beste am Reisen: Ich bin dankbar wie nie zuvor! Dankbar für meine Familie, die immer hinter meinen Entscheidungen steht und mich auf meinen Reisen unterstützt. Ich bin dankbar, dass ich zuhause studieren kann und mir damit eine berufliche Zukunft aufbauen kann. Dankbar für meine Gesundheit, dass mich meine Füße an all die Orte tragen, und und und… Die Liste ist wohl unendlich!

>> Wie das Reisen mein Leben zerstört hat <<

Der nicht so schöne Teil in meinem Beitrag ist wohl der wie das Reisen mein Leben zerstört hat. Ja – es gibt auch schlechte Seiten am Reisen. Und hier passt das Zitat von Miriam Adeney wie die Faust aufs Auge:

Du wirst niemals wieder ganz zu Hause sein, weil ein Teil Deines Herzens immer anderswo sein wird. Das ist der Preis, den Du für den Reichtum bezahlst, Menschen an mehr als einem Ort zu kennen und zu lieben.

Für die Zuhause-Gebliebenen vielleicht unvorstellbar, für mich die größte Qual! An manchen Tagen würde ich mich am liebsten zereißen und Teile in Frankreich, Australien und Daheim platzieren. Klar vergesse ich nie wo mein Zuhause ist, aber mittlerweile habe ich mehr wie ein Zuhause.

>> Das größte Abenteuer <<

DAS Abenteuer, das hoffentlich niemals endet: Leben im Outback in Australien. Für mich bis jetzt die aufregendste Erfahrung, die ich machen durfte. Abgeschottet von jeglicher Zivilisation, zwischen tausende Kühe habe ich mein Herz im australischen Outback an 4 kleine Jungs verloren ! Abgesehen von den tötlichen Schlangen bei der Gartenarbeit und der Spinne im Ohr finde ich dort meine Ruhe. Dieses Jahr bin ich das vierte Mal zurück auf die Station gefahren und ich kann mir nicht vorstellen irgendwann damit aufzuhören. Diese 4 Jungs sind der Grund dafür, dass ich immer wieder in das Flugzeug steige (Falls du neugierig geworden bist, lese die Artikel über mein Station-Life!)

>> Der schönste Strand <<

Natürlich bin ich als Backpackerin verrückt nach dem Meer. Die schönsten Strände, die ich bis jetzt gesehen habe waren definitiv auf den Malediven. Der weiße Strand und das kristallklare Wasser sind unbeschreiblich.

 

>> Die freundlichsten Menschen <<

Ich kann mich noch so gut daran erinnern, als ich vor 3 Jahren in Fiji ankam und der Polizist am Flughafen mich auf die Stirn geküsst hat und gesagt hat: „Welcome to Fiji!“. Ich dachte mir nur ich bin im falschen Film. Die Bewohner der pazifischen Insel scheinen nie schlechte Laune zu haben und jede Sekunde zu genießen. Abends haben sie Kawa getrunken und 4-Stimmig Lieder gesungen am Lagerfeuer.

 

>> Meine Lieblingstadt <<

Letztes Jahr im Februar habe ich mir wieder einmal einen Flug für 60 Euro nach Paris gekauft, bin 4 Tage durch die Stadt der Liebe geschlendert und habe einen Roman in den kleinen schnuckeligen französischen Cafés gelesen. Mein Handy blieb zuhause und ich habe die Zeit für mich alleine genutzt. Alle paar Jahre zieht es mich mal wieder nach Paris und ich habe mittlerweile aufgehört zu zählen. Das Essen, die wunderschönen Künstlerviertel und der Eiffelturm – ich bin definitiv verliebt in die Stadt!

 

Zurückblickend würde ich jedes Land wieder bereisen. Angefangen von der italienischen Küche, über chinesische Metropolen bis hin zur indischen Kultur: Jeder Ort und Erfahrung hat mich in einer gewissen Art geprägt.

Benedict Wells hat einst in einem Artikel geschrieben: 

Fast nie hat einer gesagt: “Sei mutig! Ich vertrau dir!” Es hat auch keiner gesagt: “Scheiß drauf, was die anderen sagen. Denk dir einfach dein 80-Jähriges Ich, das aufs Leben zurückblickt. Was hättest du gerne getan als junger Mensch? Was waren deine Träume? Und dann mach einfach, und lass dich von niemanden abbringen. Denn du bist nach der Schule so frei wie nie wieder in deinem Leben!”

Stattdessen haben einem alle eingeredet, man sollte erst einmal „etwas Sicheres“ machen.

Aber so entsteht nichts. So werden keine Bilder gemalt, keine Songs geschrieben, keine Abenteuer erlebt, keine Erinnerungen geschaffen. Was man immer wieder aufschiebt, macht man oft nie mehr, und nichts ist schlimmer, als mit 40 dazusitzen und sich voller Bitterkeit zu fragen: “Warum habe ich es damals nicht wenigstens versucht?”

 

 

2 Gedanken zu „Reisen durch 30 Länder – Zeit für einen Rückblick!

  1. Super geschrieben…ich danke dir und in vielem habe ich mich wiedergefunden.ich bin jetzt bei 48 Ländern und jetzt knöpfe ich mir Europa vor. Bin jetzt 61…und 70 Länder sind mein Ziel.. ja…Fiji .
    .Taveuni..war ein Highlight.
    Wünsche dir alles Gute

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.